TAEKWONDO

Was ist Taekwondo?

Taekwondo ist eine waffenlose koreanische Kampfkunst, deren Urformen vor ca. 2.100 Jahren im heutigen Korea entstanden sind. Taekwondo wird häufig auch als koreanische Form des japanischen Karate bezeichnet. Taekwondo wurde 1955 von General Choi Hong Hi begründet und reformiert aus den alten koreanischen Kampfsystemen Kwon Bup, Tae-Kyon und Subak. Wörtlich übersetzt bedeutet Taekwondo „Fuß-Faust-Weg“. Zerlegt man den Begriff Taekwondo entsprechend in seine einzelnen Bestandteil ergibt sich:

Bedeutung des Begriffs Taekwondo

Tae: Fuß, Einsatz von Fußtechniken (springen, stoßen, schlagen)
Kwon: Faust, Einsatz von Handtechniken (stoßen, schlagen)
Do: Weg (Lehre, Philosophie, Persönlickeits- und Charakterbildung)

Selbstverteidigung (Ho-Sin-Sul)

Niemand will wohl in eine Situation kommen, in der er sich selbst (oder eine andere Person) verteidigen muß. Befindet er sich jedoch einmal unerwartet in einer solchen Situation, dann sollte er sich bewusst sein, daß es eine Grenze gibt, an der die Notwehr überschritten wird. Gerade jemand, der Kampftechniken beherrscht, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er strengeren Regeln unterliegt als ein ungeschulter Mensch.
Aus diesem Grund folgt ein Auszug aus dem StGB (Strafgesetzbuch in der Fassung vom 15. Dezember. 2004). Für den nachfolgenden Auszug wird keinerlei Haftung bezüglich der Vollständigkeit bzw. Richtigkeit der Texte übernommen!

StGB § 32 Notwehr

  1. Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.
  2. Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.

Allgemeines zu den Formen

Traditionell werden Bewegungsformen vermittelt, um Abwehr- und Angriffstechniken zu vertiefen und gleichzeitig Bewegung, Kraft und Atem aufeinander abzustimmen. Die Techniken sind nach einem festen logischen Schema miteinander verbunden. In verschiedenen gestellten Situationen setzt man sich mit verschiedenen imaginären Gegnern auseinander und benutzt dabei alle zur Verfügung stehenden Angriffs- und Abwehrtechniken. Durch das Trainieren der Übungsformen wird die Präzision der einzelnen Hand- und Fußtechniken geschult. Bei den festgelegten Bewegungsformen unterscheidet man zwischen Poomse (Taeguk, Palgue), Hyong (die traditionellen Formen, von Choi Hong Hi zusammengestellt) und Tul (von Choi Hong Hi später aus den Hyong weiterentwickelt).

Im heutigen Südkorea versteht man unter „Poomse“ die Palgue-Formen (8 Stück), die Taeguk-Formen (8 Stück) und die Meister-Formen (Yudanja - Koryo bis Ilyo, also 9 Stück). Diese sind von einem sogenannten KTA (Korea Taekwondo Assicoation) Poomse Komitee, das im Jahre 1965 gegründet wurde, geschaffen worden.
Nach zwei Jahren waren die Palgue- und Yudanja-Formen fertig. Diese wurden dann ab dem 30.11.1967 von der KTA gelehrt. Die Taeguk-Formen wurden später erarbeitet, sie wurden am 30.Januar 1969 der KTA vorgestellt.

Die Hyongs (1-20) wurden von Choi Hong Hi während seines Aufenthalts in Malaysia als Botschafter fertiggestellt (1962-1964). Es wird davon ausgegangen, daß Choi Hong Hi bei dem Entwerfen der Hyongs von Nam, Tae-Hi unterstützt wurde. Die Hyongs wurden ursprünglich von Choi Hong Hi als sogenannte Chang Hun-Formen vorgestellt. Im weiteren Verlauf veränderte Choi Hong Hi die Reihenfolge der Hyongs und fügte vier weitere Hyongs hinzu. Somit gelangt man zu 24 Hyongs für die 24-Stunden-Theorie. Die Hyongs Eui-Am, Yon-Gae, Mun-Mu und So-San wurden zwischen 1972-1976 von Choi Hong Hi entwickelt und angefügt. Choi Hong Hi ersetzte die Ko-Dang-Hyong durch die Juche-Hyong. Er machte dies, da seiner Ansicht nach wichtige Techniken in den Hyongs fehlten. Im weiteren Verlauf nannte er die Hyongs in Tul um, gleiches wurde für einige Grundtechniken durchgeführt. Gründe hierfür sind darin zu sehen, dass der Begriff Tul nicht verfälscht werden kann, dass der Begriff „Tul“ sowie weitere geänderte Begriffe (z.B. Chongul = Gunnun) aus der „alten Ursprache“ Koreas stammen und Choi Hong Hi die sogenannte „Sinuswelle“ wieder einfügte, hierunter ist die Verlagerung des Schwerpunkts nach oben bei allen Schritten zu verstehen, die Technik wird dann mit dem Absenken des Schwerpunkts ausgeführt.

Für die Ausführung von Formen gilt grundsätzlich:

Die Form sollte an der gleichen Stellen zu Ende geführt werden, an der sie begonnnen wurde. Der/die Ausführende beweist damit seine/ihre Präzision.

Eine neue Bewegungsrichtung wird mit einem Blick in diese Richtung eingeleitet.

Die Form muss rhythmisch-dynamisch entsprechend der ausgeführten Techniken gelaufen werden.

Der Zweck der ausgeführten Bewegungen muss klar sein.

Jede Form muss vollständig beherrscht werden, ehe man die nächste erlernen kann.

Alle gelernten Formen müssen ständig geübt werden.